Mit dem Motu proprio Summorum Pontificum hat Papst Benedikt XVI. die tridentinische Messe wieder in ihre Rechte eingesetzt, wobei er in aller Deutlichkeit herausstellt, da§ das vom hl. Pius V. promulgierte Ršmische Me§buch nie abgeschafft worden ist. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. freut sich zu sehen, da§ die Kirche so ihre liturgische Tradition wiederfindet, indem sie den Priestern und GlŠubigen, die bisher davon ausgeschlossen waren, die Mšglichkeit des freien Zugangs zum Schatz der Ÿberlieferten hl. Messe zur Verherrlichung Gottes, zum Wohl der Kirche selbst und zum Heil der Seelen gewŠhrt. FŸr diese gro§e geistige Wohltat drŸckt die Priesterbruderschaft St. Pius X. dem Obersten Hirten ihre innige Dankbarkeit aus.

 

Der Brief, der das Motu proprio begleitet, verhehlt indessen nicht die Schwierigkeiten, die noch bestehen. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. Šu§ert den Wunsch, da§ das gŸnstige Klima, das durch die neuen VerfŸgungen des Hl. Stuhles geschaffen worden ist, nach der RŸcknahme des Dekretes der Exkommunikation, das immer noch gegen ihre Bischšfe erlassen ist erlaube, mit mehr Gelassenheit die umstrittenen Punkte in der Lehre der Kirche anzugehen.

 

Lex orandi, lex credendi das Gesetz der Liturgie ist das Gesetz des Glaubens. In der Treue zum Geist unseres GrŸnders, Mgr. Marcel Lefebvre, ist das Anhangen der Priesterbruderschaft St. Pius X. an die Ÿberlieferte Liturgie untrennbar mit dem Glauben verbunden, der Òimmer, Ÿberall und von allen geglaubt worden ist.

 

Menzingen, am 7. Juli 2007

Mgr. Bernard Fellay