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Was ist Tradition?


Tradition

Was ist
Tradition?
Im Motu proprio "Ecclesia Dei" Johannes Pauls II. vom 2.
Juli 1988, das die "Exkommunikation" über Mgr. Marcel Lefebvre und die von ihm
am 30. Juni desselben Jahres geweihten Bischöfe aussprach und diese
Bischofsweihen als "schismatischen Akt" bezeichnete, heißt es, die Gegensätze
zwischen der Priesterbruderschaft St. Pius X. und dem konziliaren Rom seien
letztlich in einem "unvollständigen und widersprüchlichen Begriff der Tradition"
seitens der Priesterbruderschaft zu suchen: "unvollständig, da er den lebendigen
Charakter der Tradition nicht genug berücksichtigt". Vor allem aber sei "ein
Traditionsbegriff unzutreffend und widersprüchlich, der sich dem universalen
Lehramt der Kirche widersetzt, das dem Bischof von Rom und dem Kollegium der
Bischöfe zukommt. Denn niemand kann der Tradition treu bleiben, der die Bande
zerschneidet, die ihn an jenen binden, dem Christus selbst in der Person des
Apostels Petrus den Dienst an der Einheit in seiner Kirche
anvertraute."
Wir wollen das vorerst einmal so stehen lassen und
entnehmen dem zunächst nur, daß es bei den Differenzen zwischen der
Priesterbruderschaft und dem konziliaren Rom wesentlich nicht um die Frage
unerlaubter Bischofsweihen, auch nicht um die Frage der heiligen Messe allein,
sondern um die Frage der Tradition der katholischen Kirche geht.
Das ist
Grund genug für die Priesterbruderschaft St. Pius X., die man ja nicht umsonst
auch "Traditionalisten" nennt, der katholischen Tradition einen Platz im
"Worldwide Web" zu sichern. Eben dem dient die vorliegende Website
Trad.info.
Was aber ist Tradition?
Tradition bedeutet
"Weitergabe". Im katholischen Sinn wird darunter verstanden die Weitergabe jenes
göttlichen Glaubensschatzes, des "depositum fidei", den der Gottmensch Jesus
Christus der von Ihm gestifteten katholischen Kirche hinterlassen hat. Dieser
Glaubensschatz umfaßt die vollständige göttliche Offenbarung sowie alle
göttlichen Einrichtungen und Stiftungen, die Jesus Christus Seiner Kirche
übergeben hat, besonders die heilige Messe und die 7 Sakramente.
Jesus
Christus hat diesen Glaubensschatz den Aposteln und deren Nachfolgern zu treuen
Händen übergeben und ihnen den Heiligen Geist verheißen, nicht damit sie
"anstelle Seiner Offenbarung eine neue Lehre verkünden, sondern damit sie mit
Seiner Hilfe die von den Aposteln weitergegebene Offenbarung, d.h. das
anvertraute Gut des Glaubens, heilig behüten und treu auslegen", wie es im
Dekret "Pastor aeternus" des I. Vatikanischen Konzils heißt.
Die heilige
Tradition ist also zunächst einmal unveränderlich. Die Offenbarung, die Christus
den Aposteln übergeben hat, ist mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen.
Es kommt nichts Neues hinzu. "Das anvertraute Gut getreu weitergeben, ist unsere
ganze Aufgabe", schreibt Weihbischof Tissier de Mallerais.
Beim heiligen
Paulus hat die Tradition in ihrer Unveränderlichkeit Vorrang vor allem anderen:
"Wie wir schon sagten, so sage ich nun noch einmal: Wenn jemand euch ein anderes
Evangelium verkündet, als ihr empfangen habt, so sei er verflucht!" (Gal 1,9) -
"Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus: Zieht
euch zurück von jedem Bruder, der ungeordnet lebt und nicht nach der
Überlieferung, die sie von uns empfangen haben" (2Thess 3,6).
"Denn ich
habe vom Herrn empfangen, was ich euch auch überliefert habe" (1Kor 11,23),
rühmt sich der heilige Paulus. "Tradidi quod et accepi - Ich habe weitergegeben,
was ich empfangen habe", steht auf dem Grab Erzbischof Marcel Lefebvres. Er
wollte nie etwas anderes sein als jener getreue Zeuge der katholischen
Tradition, der er auch gewesen ist.
"Ich wünschte mir, daß man auf mein
Grab schreibt - zweifellos wird dieser Tag nicht mehr lange auf sich warten
lassen: ‚Tradidi quod et accepi'. Dies sind Worte des hl. Paulus: ‚Ich habe
empfangen, was ich euch auch überliefert habe' (1 Kor 11, 23). Ich erfinde
nichts. Ich bin nur ein Briefträger, der einen Brief bringt. Diesen Brief habe
ich nicht selbst geschrieben. Die Botschaft, dieses Wort Gottes, ist von Gott,
Unserem Herrn Jesus Christus selbst. Durch unsere lieben Priester, die heute
anwesend sind, haben wir Ihnen diese Botschaft weitergegeben. Auch durch alle
anderen erhielten Sie diese Botschaft, die davon überzeugt waren, daß sie gegen
diese Flut der Apostasie in der Kirche Widerstand leisten müssen, um den Glauben
aller Zeiten zu bewahren und an die Gläubigen weiterzugeben. Wir sind nur
Überbringer dieser Botschaft, des Evangeliums, das uns Unser Herr Jesus Christus
gegeben hat. Zugleich sind wir die Überbringer der Mittel für unsere Heiligung,
der wahren heiligen Messe und der wahren Sakramente, die wahrhaft das geistliche
Leben spenden" (Mgr. M. Lefebvre am 30.6.1988). "Tradidi quod et accepi", dieses
Motto haben auch wir für unsere Seiten gewählt.
Lebendige Tradition
Die katholische Tradition ist
dennoch nicht starr, sondern höchst lebendig. Wir können sie vergleichen mit dem
in jedem Zellkern eines Organismus gespeicherten Erbgut. Ein und dasselbe Erbgut
wird immer wieder unverändert an jede neu gebildete Zelle weitergegeben. Das ist
die Grundlage für Leben und Wachstum des Organismus. Eine Veränderung im Erbgut
bedeutet nicht Leben und Gesundheit, sondern Krankheit, Verfall und
Tod.
Ebenso kann die Kirche als Organismus, als mystischer Leib unseres
Herrn Jesus Christus, nur leben und wachsen auf der Grundlage ihrer stets
unverändert weitergegebenen göttlichen Überlieferung. Sie bildet die Grundlage
für das geistige Leben jedes einzelnen Gläubigen. "Der Gerechte lebt aus dem
Glauben" (Röm 1,17; Gal 3,11). Diesen Glauben aber schenkt und verbürgt ihm die
Tradition. "Doch wie sollen sie anrufen, an den sie nicht glaubten? Wie aber
sollen sie glauben, von dem sie nicht hörten? Und wie sollen sie hören, wenn
niemand verkündet? Wie aber sollen sie verkünden, wenn sie nicht ausgesandt
wurden? So kommt also der Glaube aus der Botschaft, die Botschaft aber durch das
Wort Christi" (Röm 10,14.15.17).
Wo die Tradition schwindet, schwindet
das religiöse Leben - wie es uns heute eindrucksvoll vor Augen steht: Kirchen,
Seminare, Klöster leeren sich und werden geschlossen, weil man die Tradition und
damit die Ader des geistlichen Lebens verlassen hat.
Die Tradition ist
auch insofern lebendig, als sie ihre Grundsätze und Prinzipien auf die
jeweiligen Zeiten und Umstände anzuwenden versteht, so wie ein Baum, der sich
den Gegebenheiten anpaßt, ohne sein Wesen zu ändern, indem er z.B. einen
besonders kräftigen Stamm ausbildet, wo er den Winden besonders ausgesetzt ist.
"Also gibt es in der Überlieferung eine Lebenskraft, insofern sie fähig ist, auf
jede Epoche übertragbar zu sein", so Mgr. Tissier de
Mallerais.
Insbesondere zeigt sich diese Lebenskraft im Kampf gegen
Angriffe und Irrtümer - wie auch ein Organismus solange gesund und kräftig ist,
als er gegen eindringende Krankheitskeime Widerstand leisten kann. Mgr. Tissier:
"Die Tradition ist lebendig, insofern sie vor allem darauf aus ist, gegen die
Irrtümer der jeweiligen Epoche anzukämpfen und den Gefahren zu trotzen, welche
in jedem Jahrhundert den Seelen drohen." Nur eine kämpferische Tradition ist
auch eine lebendige Tradition.
"In der Welt habt ihr Drangsal" (Joh
16,33), sagt Unser Herr, und: "Haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch
verfolgen" (Joh 15,20). Die Kirche wird also immer bedrängt werden und immer zu
kämpfen haben. Wo der Kampf aufhört, ist das Leben am Schwinden. Pius IX.
schrieb 1862: "Aufgrund ihrer göttlichen Stiftung muß die Kirche die große
Sorgfalt aufbringen, das anvertraute Gut des göttlichen Glaubens unversehrt und
unverletzt zu bewahren, ohne Unterlaß mit allen Kräften über das Heil der Seelen
wachen und ganz große Aufmerksamkeit der Aufgabe zuwenden, alles, was dem
Glauben widerspricht und das Heil der Seelen auf irgendwelche Weise gefährdet,
zu entfernen und auszuschließen." Nichts zeigt so sehr den Abfall des II.
Vatikanischen Konzils von der Tradition der Kirche wie die Tatsache, daß man
nicht mehr verurteilen, die Irrtümer nicht mehr bekämpfen wollte. Selbst der
grauenhafte Wahn des Kommunismus wurde trotz einer Petition mit 400
Unterschriften von Konzilsvätern nicht verurteilt. Man hatte die lebendige
Tradition verlassen, man hatte aufgehört zu kämpfen, man gab die Kirche den
eindringenden Irrtümern und ihren Feinden preis.
Ein Organismus, der
keine Abwehrkräfte hat, geht zugrunde. Die Tradition hat ihre Abwehrkraft immer
unter Beweis gestellt. Sie besitzt sie auch heute noch und hat daher die
Fähigkeit, den gesamten Organismus der Kirche neu zu beleben. Dazu ist es
freilich nötig, daß man sie nicht in ein "Reservat" einschließt, sondern sie in
ihre Rechte wieder einsetzt.
Fortschritt in der Tradition
Ist die Tradition etwas
Lebendiges, dann muß es trotz allem in ihr auch Entwicklung und Fortschritt
geben, wie dies auch bei einem Organismus der Fall ist. Der hl. Vinzenz von
Lérins sagt: Im Glauben gibt es "wirklich einen Fortschritt, aber keine
Veränderung". "Fortschritt liegt vor, sobald eine Sache an und für sich größer
wird, eine Veränderung findet statt, wenn etwas in etwas anderes verwandelt
wird." Ebenso ist es ja auch bei einem lebendigen Organismus, der wächst und
sich entwickelt, ohne seine Identität zu ändern. "Deshalb müssen die Kenntnisse,
das Wissen und die Weisheit sei es jedes einzelnen, sei es von allen, sei es der
Einzelperson, sei es der Kirche, wachsen und kräftig zunehmen, entsprechend den
Umständen der Zeit und des Lebensalters, aber nur in der Art, d.h. beim selben
Dogma im selben Sinn und in der gleichen Bedeutung - in eodem dogmate, eodem
sensu, eademque sententia."
D.h. also z.B. Glaubenslehren können im Lauf
der Zeit klarer erfaßt und entwickelt werden, von impliziten zu expliziten
Wahrheiten werden. "Demnach nimmt die Zahl der Glaubensartikel nicht zu, aber
ein Fortschritt in der ausdrücklichen Entfaltung der Wahrheiten, die im
Glaubensschatz enthalten sind, findet statt" (Mgr. Tissier de Mallerais). Unser
Herr sagt: "Darum ist jeder Schriftgelehrte, der durch die Schule des
Himmelreiches ging, einem Hausvater gleich, der aus seinem Schatz Neues und
Altes hervorholt" (Matth 13,52). Auch das "Neue", das er hervorholt, war also
bereits in dem Schatz enthalten. Es ist nicht wirklich neu, es wird nur
hervorgeholt und auf neue Weise ins Licht gerückt.
Auf diese Weise ist
die Dogmenentwicklung in der Kirche zu verstehen. Die Dogmen sind keine neuen
Glaubenswahrheiten, die vorher nicht geglaubt worden wären. Sie waren immer
schon mindestens implizit im Glaubensschatz enthalten und wurden nur klarer
ausgedrückt und gefaßt. Es ist wie bei einem Blatt, das in einer Knospe steckt
und sich dann entfaltet. "Dieser Wandel ist keine substanzielle Veränderung,
sondern eine organische Entfaltung der Sache, die schon zu Beginn ganz darin
eingeschlossen war."
Daraus folgt zum einen, daß es insbesondere keine
Widersprüche geben kann in der homogenen Entfaltung der Tradition. Es ist nicht
möglich, daß ein späteres Dogma einem früheren widerspricht. Zum anderen folgt
daraus, daß es keinen grenzenlosen Fortschritt, keine Entwicklung ins Unendliche
gibt. So wie die Glieder eines Organismus nicht endlos wachsen, sondern
irgendwann ihre vollkommene Form und Reife erlangt haben, so auch die
Entwicklung in der Tradition. Wenn z.B. eine Wahrheit als Dogma formuliert ist,
ist sie an den Zielpunkt ihrer Reifung gelangt und kann nicht weiter entwickelt
oder verbessert werden. Mgr. Tissier de Mallerais: "Die definierten Wahrheiten
können nicht verbessert werden, so sagt die katholische Lehre; das bedeutet, sie
sind nicht mehr fähig für einen Fortschritt (in der Präzisierung) und müssen
immer in demselben Sinn (eodem sensu eademque semper sententia) geglaubt werden,
wie der Antimodernisteneid sagt. Da sie mit der Hilfe des Heiligen Geistes ganz
genau definiert wurden, sind sie weiteren Entwicklungen nicht mehr unterworfen,
was auch für die sprachliche Formulierung gilt."
Dasselbe gilt auch für
andere vom Heiligen Geist gelenkte Entwicklungen innerhalb der Kirche, etwa für
die Liturgie. Auch die Liturgie hat gewisse Entwicklungen durchgemacht. "Die
sog. Messe des hl. Papstes Pius V. ist das Ergebnis eines über Jahrhunderte
andauernden liturgischen Fortschrittes. Zeitalter um Zeitalter haben Stück für
Stück die Gebete der heiligen Messe (des Ordo Missae) und die anderen
liturgischen Gebete des Missale gleichsam fein geschliffen und ziseliert und auf
diese Weise das unschätzbare Kleinod geschaffen, das der hl. Papst Pius V. nur
noch kodifizierte (gleichsam heiligsprach). … Aber als der hl. Pius V. im Jahre
1570 durch die Bulle Quo primum die Messe kodifiziert, erreicht er den Gipfel,
der nicht mehr überschreitbar ist. … Wir dürfen also fest behaupten, daß diese
hl. Messe der unüberbietbare Ausdruck für unseren Glauben und unsere Anbetung
ist."
Es ist wiederum bezeichnend für das II. Vatikanische Konzil und die
daraus hervorgegangenen "Reformen", daß man sich über diese lebendige Tradition
hinweggesetzt hat und unter wenigstens angeblichem Rückgriff auf frühere Formen
eine neue, keineswegs organisch gewachsene, sondern gekünstelte Liturgie
konstruierte. Dies ist ein wenig so, als wollte man einen gewachsenen Baum
umhauen, um aus seinem Wurzelstock einen neuen Baum zu schnitzen. Es ist
überhaupt kennzeichnend für die Neuerer in der Kirche, daß sie unter Mißachtung
der lebendigen Tradition versuchen, auf Älteres "zurückzugreifen", was in
Wirklichkeit ein Rückschritt und kein Fortschritt ist, eine Art Regression, so
wie wenn ein Erwachsener in Verhaltensweisen seiner Kindheit zurückfällt. Dies
würde man kaum als einen Fortschritt, sondern vielmehr als Krankheitssymptom
werten. Dies geschieht jedoch tatsächlich z.B. in der "Neuen Theologie", die die
gesamte scholastische Theologie seit dem Mittelalter vernachlässigt, um zu
"früheren Formen der Patristik" zurückzukehren.
Tradition und Petrusamt
Es ergibt sich aus dem
Gesagten mit ausreichender Deutlichkeit, daß der "unvollständige und
widersprüchliche Begriff der Tradition" nicht auf seiten der
Priesterbruderschaft liegt. Ist es nicht vielmehr widersprüchlich, zu ermahnen,
wie dies das genannte Motu proprio tut: "Die Breite und Tiefe der Lehren des
Zweiten Vatikanischen Konzils machen nämlich neue und vertiefte Untersuchungen
notwendig, in denen die Kontinuität des Konzils mit der Tradition klar
hervorgehoben wird, vornehmlich in jenen Bereichen der Lehre, die, weil sie
vielleicht neu sind, von einigen Teilgruppen der Kirche noch nicht recht
verstanden wurden"? Wie nämlich ist es möglich, daß einerseits eine "Kontinuität
des Konzils mit der Tradition" behauptet wird, wenn es gleichzeitig
offensichtlich "Bereiche der Lehre" gibt, die "vielleicht neu" sind? Tatsächlich
gibt es genügend solcher neuer Lehren im II. Vatikanum, die in eindeutigem
Widerspruch zur Tradition stehen. Selbst Kardinal Ratzinger zögerte nicht, das
Konzil einen "Anti-Syllabus" zu nennen, also einen direkten Widerspruch zu der
von Papst Pius IX. ausgesprochenen Verurteilung der modernen
Irrlehren.
Wenn auch das kirchliche Lehramt "das sichere Charisma der
Wahrheit empfangen" hat, wie dasselbe Motu proprio, gestützt auf das II.
Vatikanum, betont, so doch in demselben Sinn, wie ihn das I. Vatikanum
vorgegeben hat: nicht um Neues zu definieren, sondern um das Empfangene getreu
zu bewahren und auszulegen. Das Lehramt steht nicht über der Tradition, sondern
in ihrem Dienst. Wenn es auch richtig ist, daß niemand der Tradition treu
bleiben kann, "der die Bande zerschneidet, die ihn an jenen binden, dem Christus
selbst in der Person des Apostels Petrus den Dienst an der Einheit in seiner
Kirche anvertraute", so ist doch auch der Umkehrschluß wahr, daß niemand diese
"Bande zerschneidet", der nichts anderes tut als der Tradition treu zu bleiben.
Tradition und Petrusamt können sich, recht verstanden, nicht widersprechen. Wo
ein Nachfolger Petri der Tradition widerspricht, wird er seinem eigenen Amt
untreu, und niemand "zerschneidet die Bande" mit ihm, indem er der Tradition und
damit dem Petrusamt treu bleibt.
Die Priesterbruderschaft will also
nichts anderes, als die Tradition der katholischen Kirche treu zu bewahren, um
aus ihr zu leben, und sie weiterzugeben, damit auch andere aus ihr leben können.
Sie glaubt, damit auch der Kirche insgesamt den besten Dienst zu erweisen, indem
sie ihren Lebensquell bewahrt, aus dem eines Tages das übernatürliche, göttliche
Leben wieder die ganze Kirche erfüllen und befruchten wird. Diesem Ziel dienen
die vorliegenden Seiten.
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© 2002 - 2008 Priesterbruderschaft St. Pius X. Deutschland
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